Wilde Berge über der Reiter Alm

24.08.20031957 m ↑1957 m ↓38 km

Weißbach bei Lofer (666 m), Stockklaus (915 m), Gasthof Hirschbichl (1149 m), Mayrbergscharte (2055 m), Wagendrischlhorn (2252 m), Mayrbergscharte (2055 m), Stadelhorn (2286 m), Mayrbergscharte (2055 m), Jagdhütte Hochgscheid (1386 m), Jagdhütte Daxstein (933 m), Lofer (626 m), Oberdorf (635 m), Weißbach bei Lofer (666 m)

Im Rahmen meiner Ost-West-Wanderung steht heute eine ausgesprochene Gewalttour auf dem Programm: Ich möchte das Gebiet der Reiter Alm erkunden, das mir bisher nur von Fotos und Beschreibungen bekannt war. Anschließend will ich nach Lofer absteigen, als Ausgangspunkt für eine Durchquerung der Loferer Steinberge.

Von Weißbach, das an der Straße Lofer-Saalfelden liegt, wandere ich durch das Hintertal zum Gasthof Hirschbichl an der deutsch-österreichischen Grenze. Von hier geht es noch ein wenig auf dem Sträßchen nordwärts, dann zweigt links der Schaflsteig ab. Er führt zunächst durch Wald, später durch südseitige Latschenhänge in Richtung Mühlsturzhorn. Im oberen Teil wird der Steig alpiner; über Geröll und Schrofen wird eine Scharte südwestlich des Stadelhorns erreicht, überragt von einem imposanten Felszacken. Nach einem kurzen Zwischenabstieg geht es auf der Westseite des Stadelhorns mit Drahtseilunterstützung weiter zur Mayrbergscharte. Auf einem netten, eher problemlosen Klettersteig erreiche ich den ersten Gipfel der heutigen Tour, das Wagendrischlhorn.

Nach einer nicht allzu langen Mittagspause kehre ich über den einfacheren Normalweg zur Mayrbergscharte zurück, wobei ich das beeindruckende, ziemlich anspruchsvoll wirkende Stadelhorn vor Augen habe. Es stellt sich heraus, dass der Aufstieg zu diesem Gipfel zwar ein wenig ausgesetzt, aber nicht allzu schwierig ist.

Zum dritten und letzten Mal passiere ich die Mayrbergscharte, dann beginnt der lange Abstieg nach Lofer. Ich hatte zwar gehofft, hier noch einen Bus nach Weißbach zu erwischen, aber die Tour hat einfach zu lange gedauert. Mit reduzierter Begeisterung spule ich die letzten Kilometer meines Weges ab. Es ist längst dunkel, als ich mein Auto endlich erreiche.

Letzte Änderung 2026-01-24, © Walter Fendt